Jagdgesellschaft Hüttlingen

Aktuell

Afrikanische Schweinepest nähert sich der Schweiz

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochansteckende Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Aktuell breitet sie sich in Osteuropa aus. Im Jahr 2017 wurden in Polen, Tschechien, Rumänien, der Ukraine und den drei baltischen Staaten insgesamt 4140 Fälle gemeldet. Die deutsche Regierung hat am 7. März 2018 grünes Licht für die Aufhebung der Schonzeit und eine verstärkte Bejagung der Wildschweine gegeben. Unser Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat am 28. März 2018 ein nationales Früherkennungsprogramm vorgestellt. Als zentral werden die Prävention und die Mitwirkung der Jägerschaft beurteilt. Link: Afrikanische Schweinepest – Massnahmen in der Schweiz

Die Übertragung der Viruserkrankung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschliesslich Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Derzeit stellen mitgebrachte kontaminierte Schweinefleischprodukte aus ASP-betroffenen Gebieten wie der Ukraine, Moldova, Russland und Belarus die grösste Gefahr dar.

Zeit der Gemeinschaftsjagden

Von Oktober bis Dezember finden im Kanton Thurgau Gemeinschaftsjagden statt. In Hüttlingen ist der Mittwoch der häufigste Wochentag für solche Jagden. Dabei wird ein bestimmter Bereich von Jägern umstellt. Das Wild, in erster Linie Reh- und Schwarzwild, wird von Treibern, die langsam durch den Wald gehen, in Bewegung versetzt. Zusätzlich werden Jagdhunde in den Einsatz geschickt, die das Wild aufspüren und durch ihren Laut, also ihr Bellen, anzeigen sollen, wo sich dieses befindet. Ziel ist es, dass das Wild den bejagten Bereich langsam verlässt, damit es sicher erlegt werden kann. Keinesfalls soll es in Panik versetzt oder gehetzt werden. Beim Anstellen der Schützen wird darauf geachtet, dass sich diese nicht gegenseitig und vor allem keine Aussenstehenden gefährden. Die Schützen sind in so grossen Abständen voneinander postiert, dass das Wild eine faire Chance hat. Hornsignale verkünden den Beginn und das Ende eines Triebs.

Max, der Dachs

Die AXA-Winterthur-Gruppe wirbt für die Verkehrssicherheit der Kinder mit Max, dem Dachs. Dachse gibt es auch in Hüttlingen. Man sieht sie aber selten. Dies hängt damit zusammen, dass sie fast ausschliesslich nachtaktiv sind, sich im Waldboden Dachsbauten graben und eine Winterruhe halten. Der Dachs gehört zur Familie der Marder. Charakteristisch ist die schwarz-weisse Zeichnung des Kopfes. Der Dachs ernährt sich von Fleisch und von pflanzlicher Kost. Auf seinem Speisezettel stehen unter anderem Regenwürmer. In Maisfeldern können sie Schäden anrichten. Die Hauptpaarungszeit liegt im Juli und August. Die Tragzeit beträgt sieben bis acht Monate. Somit werden die jungen Dachse im Februar oder März geboren.

Wildschäden auch durch Biber

Der Biber wurde in der Schweiz im 19. Jahrhundert ausgerottet. In den 1960er Jahren hat man ihn im Seebachtal ausgesetzt. In den vergangenen zehn Jahren wurde ein starkes Ansteigen der Population beobachtet. Die Thur ist heute vollständig besiedelt. Die Seitenarme werden ebenfalls vom Biber zurückerobert. Der Bestand im Kanton wird auf 300 - 350 Tiere geschätzt. In jüngster Zeit treten vermehrt Schäden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen sowie Wasser- und Strassenbauten auf. Der Biber ist seit 1962 bundesrechtlich geschützt. Für die Vergütung der Schäden kommen Bund und Kanton (ohne Beteiligung der Jagdgesellschaften) auf. Der Biber gehört zur Ordnung der Nagetiere. Er ist ans Wasser gebunden und in der Nacht oder in der Dämmerung aktiv. Im Kanton Thurgau wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ein Informationsblatt erarbeitet hat. Anlaufstelle bei Konfliktfällen ist Roman Kistler, Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau, Spannerstrasse 29, 8510 Frauenfeld.

Gute Hygiene schützt vor dem Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm ist ein kleiner Bandwurm, der beim Menschen eine lebensgefährliche Wurmerkrankung auslösen kann. Mit dem Kot von Fuchs und Hund, seltener von Katzen, können Eier der Bandwürmer ausgeschieden werden. Menschen stecken sich durch den Kontakt mit infizierten Tieren oder durch verunreinigte rohe Lebensmittel an. Das Infektionsrisiko ist tief. In der Schweiz kommt es bei Menschen jährlich zu etwa 10 bis 20 Neuerkrankungen. Betroffen ist vorwiegend die Leber. Zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit können Jahre verstreichen. Mögliche Infektionsquellen sind ungewaschene, roh konsumierte Beeren, Fallobst, Gemüse, intensiver Kontakt mit Erde oder Gras, direkter Kontakt mit Füchsen oder mit infizierten Hunden. Zur Vorbeugung wird empfohlen, bodennah wachsende Waldfrüchte (Beeren, Pilze usw.) sowie Gemüse, Salat und Beeren aus Freilandkulturen und Fallobst vor dem Verzehr gründlich zu waschen, oder besser noch zu kochen. Nach Arbeiten mit Erde sind die Hände gründlich zu waschen. Hunde, die Mäuse fangen, müssen monatlich entwurmt werden. Ob beim Menschen eine Infektion vorliegt, kann mit einer Blutuntersuchung geklärt werden, bevor die Krankheitssymptome auftreten. Solange sich die Infektion in einem Frühstadium befindet, kann der Parasit durch eine Operation meist vollständig entfernt werden. Ein Merkblatt für Hundehalter findet sich unter:
Merkblatt für Hundehalter