Jagdgesellschaft Hüttlingen

Aktuell

Die Afrikanische Schweinepest nähert sich der Schweiz

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochansteckende Virusinfektion, die zu hoher Sterblichkeit in Haus- und Wildschweinpopulationen führt. Mittlerweile ist die ASP in Deutschland angekommen. Zuvor war die Erkrankung vor allem in osteuropäischen Ländern (u.a. Ukraine, Weißrussland, Litauen, Polen, Lettland und Estland) aufgetreten. Sprünge der ASP über größere Entfernungen verdeutlichen das bestehende Risiko einer Einschleppung in die Schweiz. Die Afrikanische Schweinepest befällt nur Schweine (Haus- und Wildschweine). Sie wird direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände übertragen. Das Virus ist hochresistent bei niedrigen Temperaturen und kann bis zu sechs Monate in ungekochten Schweinefleischprodukten überleben. Die Afrikanische Schweinepest kann nicht auf den Menschen übertragen werden.

In der Schweiz gibt es ein Programm zur Früherkennung der ASP des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Alle krank erlegten, tot aufgefundenen oder im Strassenverkehr umgekommenen Wildschweine müssen auf ASP untersucht werden. Die Proben werden von den Jagdaufsehern und Jägern des jeweiligen Jagdreviers erhoben und von einem spezialisierten Labor untersucht. Die Jagdgesellschaft hat weiter die Wildschweineinstandsgebiete auf dem Gebiet der Gemeinde Hüttlingen den Kantonsbehörden gemeldet. Drei Mitglieder der Jagdgesellschaft stellen sich für den kantonalen ASP-Pool Jagd zur Verfügung. Die bisherigen ASP-Proben aus dem Revier Hüttlingen waren zum Glück negativ.

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Paarungszeit bei den Füchsen

Die Paarungszeit bei den Füchsen, Ranzzeit genannt, ist im Januar und Februar. Die Füchsin, auch Fähe genannt, bringt nach einer Tragezeit von 50 bis 52 Tagen im Schnitt 3 – 5 Junge zur Welt. Die Jungen sind bei der Geburt blind und haben ein Gewicht von 80 - 160 Gramm und sind damit etwa so gross wie ein Maulwurf. Nach 12 bis 14 Tagen öffnet der Nachwuchs die Augen. Im Alter von 4 bis 6 Wochen werden die Kleinen entwöhnt und sind mit 4 Monaten bereits selbstständig. Die Geschlechtsreife erreichen Füchse mit etwa 10 Monaten. Nach rund einem Jahr verlassen die Jungen die Mutter, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Ein heiseres Bellen in der Nacht dient der Kontaktaufnahme, Rüde und Fähe rufen sich zusammen. Die Rüden beteiligen sich mehr oder weniger an der Aufzucht der Jungen; in den meisten Fällen helfen sie, indem sie Raub herbeitragen.

Rauschzeit beim Schwarzwild

Ausgerechnet dann, wenn es kalt wird, pflanzen sich die Wildschweine fort. Man spricht von der „Rauschzeit“. Ihr Beginn wird von den weiblichen Wildschweinen (Bachen) bestimmt, da die männlichen Wildschweine (Keiler) das ganze Jahr über befruchtungsfähig sind. Die Rauschzeit fällt schwerpunktmässig in die Monate November und Dezember. Zuerst werden die älteren Bachen rauschig, anschliessend die Überläuferbachen und nach einem guten Mastjahr sogar die Frischlingsbachen. Kurz bevor die Bachen rauschig werden, stossen die Keiler zur Rotte und kämpfen um die Vorherrschaft. Der stärkste Keiler befruchtet (beschlägt) alle befruchtungsfähigen Bachen und verlässt dann die Rotte wieder. Nach vier Monaten Tragzeit im März/April wirft (frischt) die Bache in einem extra gebauten Nest (Wurfkessel) bis zu zehn Frischlinge. Nach ca. einer Woche verlassen die Frischlinge zum ersten Mal den Wurfkessel und folgen der Mutter auf Entdeckungsreise und Nahrungssuche. Ein zweiter Wurf im Laufe des Jahres ist keine Seltenheit.

Wildschäden auch durch Biber

Der Biber wurde in der Schweiz im 19. Jahrhundert ausgerottet. In den 1960er Jahren hat man ihn im Seebachtal ausgesetzt. In den vergangenen zehn Jahren wurde ein starkes Ansteigen der Population beobachtet. Die Thur ist heute vollständig besiedelt. Die Seitenarme werden ebenfalls vom Biber zurückerobert. Der Bestand im Kanton wird auf 300 - 350 Tiere geschätzt. In jüngster Zeit treten vermehrt Schäden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen sowie Wasser- und Strassenbauten auf. Der Biber ist seit 1962 bundesrechtlich geschützt. Für die Vergütung der Schäden kommen Bund und Kanton (ohne Beteiligung der Jagdgesellschaften) auf. Der Biber gehört zur Ordnung der Nagetiere. Er ist ans Wasser gebunden und in der Nacht oder in der Dämmerung aktiv. Im Kanton Thurgau wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ein Informationsblatt erarbeitet hat. Anlaufstelle bei Konfliktfällen ist Roman Kistler, Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau, Spannerstrasse 29, 8510 Frauenfeld.